Entschlammung des Regenrückhaltebeckens „Anecamp“ in Hannover

Die Landeshauptstadt Hannover beabsichtigt im Winterhalbjahr 2020/2021 insgesamt drei Regenrückhaltebecken (RRB) im Stadtgebiet zu entschlammen.

Generell soll durch die Entschlammung das Nutzvolumen der Becken wieder erhöht und die Wasserqualität nachhaltig verbessert werden. Alle drei Entschlammungen werden fachgutachterlich und naturschutzrechtlich von der M&P Ingenieurgesellschaft mbH begleitet.

Anders als bei den bisherigen von uns begleitenden Entschlammungsmaßnahmen soll das Sediment aus dem Regenrückhaltebecken „Anecamp“ (5.300 m²) in so genannten „GeoTubes“ passiv ohne mechanische Einwirkungen entwässern. In den ersten beiden Novemberwochen wurde das Becken bereits vollständig entschlammt. Es wurden ca. 1.500 m³ Schlamm mittels schwimmfähigen Saugfahrzeugs aus dem Becken gefördert, in einer Flockungsdosierstation behandelt und anschließend in zwei „GeoTubes“ gepumpt, wo das Material nun noch bis mindestens Ende Januar 2021 entwässern soll. Die spezifische Durchlässigkeit der geotextilen Schläuche sorgt dafür, dass lediglich das Wasser aufgrund der Gravimetrie entweichen kann. Das Material muss nach der Entwässerung einen Trockensubstanzgehalt von mind. 40 % besitzen bzw. stichfest sein, so dass es transport- und annahmefähig ist.

Ein Gutachter von M&P wird nun noch bis Ende Januar kontinuierlich den TS-Gehalt des Sedimentes in den Schläuchen kontrollieren, so dass es bei Erreichen der 40%-Marke gemäß in situ-Beprobung (hauptsächlich LAGA Z2 aufgrund von PAK und Sulfat) zu den entsprechenden Verwertungs- bzw. Entsorgungsanlagen abtransportiert werden kann.

PROJEKTLEITUNG:

Mull und Partner Ingenieurgesellschaft mbH

STANDORT:

Hannover, Deutschland

STAND:

in Bearbeitung

 

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