Erfolgreicher Abschluss der biologischen Grundwassersanierung in Achern

Nach nur knapp 1 ½ Jahren Sanierungsbetrieb und weiteren 6 Monaten Monitoring ist Ende Mai die biologische in-situ-Sanierung des Grundwassers auf einem ehemaligen Industriegelände in Achern erfolgreich abgeschlossen worden. Die Anlagentechnik wurde anschließend zurückgebaut.

Auf Grundlage von Detail- und Sanierungsuntersuchungen war im von uns erarbeiteten Sanierungsplan die mikrobiologische in-situ-Sanierung als bevorzugtes Sanierungsverfahren ermittelt worden.

Das angewandte Sanierungsverfahren beruht auf der Unterstützung von am Standort vorhandenen Mikroorganismen beim Schadstoffabbau direkt im Boden, die zuvor in den hauseigenen Laboratorien nachgewiesen wurden. Zur Beschleunigung der natürlichen Abbauvorgänge werden dem Grundwasser Nährstoffe und Elektronenakzeptoren zugegeben. Dazu wird Grundwasser im Schadenszentrum entnommen und mit Nährstoffen und Elektronenakzeptoren beaufschlagt. Anschließend wird dieses angereicherte Wasser zum Großteil im Randbereich der Untergrundbelastung wieder in den Grundwasserleiter infiltriert. Dadurch werden Mikroorganismen im belasteten Untergrund gezielt in ihren Stoffwechselvorgängen unterstützt die Schadstoffe abzubauen.

Der Sanierungsbereich wurde einhergehend mit dem biologischen Sanierungsverfahren auch hydraulisch gesichert, um ein Abströmen der Schadstoffe auszuschließen.

Regelmäßige Untersuchungen von chemischen und biologischen Parametern zeigten die gesteigerte biologische Aktivität. Daraus resultierte ein Rückgang der lokalen Belastung des Grundwassers mit Polycyclischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), Mineralölkohlenwasserstoffen (MKW) und Aromatischen Kohlenwasserstoffen (AKW). Durch regelmäßige Anpassungen der Prozessparameter wurde der gesamte Sanierungsbereich optimal versorgt, was sich auf die Sanierungslaufzeit sehr positiv ausgewirkt hat.

Neben unserer fachlichen Expertise war für den zügigen Abschluss der Sanierung auch ein ständiger Austausch mit Auftraggeber und Behörde, sowie die Integration in die Abläufe der Baureifmachung sowie Vermarktung ausschlaggebend.

Auf Grundlage unserer gutachterlichen Einschätzung konnte für die Fläche von ca. 12.500 m² eine Baureife erzielt werden. Einer Bebauung des zentral städtisch gelegenen Areals mit Wohnraum und Gewerbe wurde von Seiten der Behörde zugestimmt.