NEWS: Die Aufgabe des IPCC Abkürzung für Intergovernmental Panel on Climate Change auch Weltklimarat genannt, besteht in der regelmäßigen Bereitstellung von Berichten über den aktuellen Wissensstand bezüglich des Klimawandels, um Regierungen auf allen Ebenen mit Information zu versorgen, die sie zur Entwicklung ihrer Klimapolitik nutzen können.

Dazu trägt der IPCC das aktuelle Wissen aus allen relevanten Bereichen der Forschung zusammen und stellt Ursachen, Folgen sowie Risiken des Klimawandels dar. Er zeigt zudem Möglichkeiten auf, wie die Menschheit den Klimawandel mindern und wie sie sich daran anpassen kann. Der IPCC forscht nicht selbst, sondern fasst die Aussagen zehntausender Veröffentlichungen in sogenannten Sachstandsberichten, den IPCC Assessment Reports, und Sonderberichten zusammen und bewertet sie aus wissenschaftlicher Sicht. In diesen Sachstandsberichten werden die Ergebnisse für politische Entscheidungsträger zusammengefasst.

Am 09.08.2021 wurde der erste Band des Sechsten IPCC-Sachstandstandberichts (AR6) der Arbeitsgruppe (WG I) zu den Naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels veröffentlicht. Im Kernteam arbeiteten von Sommer 2018 bis Juli 2021 243 Expert*innen aus 66 Ländern, darunter sieben aus Deutschland, am Beitrag von Arbeitsgruppe I. Die anderen Berichte werden derzeit von den Arbeitsgruppen für die Folgen des Klimawandels, Verwundbarkeit und Anpassung (WG II) und Minderung des Klimawandels (WG III) erarbeitet und 2022 veröffentlicht. Die letzte Berichtsfassung (AG5) stammte aus dem Jahr 2013.

Die Kernaussagen des Berichtes:

  • Der Einfluss des Menschen hat das Klima in einer Geschwindigkeit erwärmt, die für die letzten 2000 Jahre beispiellos ist. Der vom Menschen verursachte Klimawandel wirkt sich bereits auf viele Wetter- und Klimaextreme in allen Regionen der Welt aus. Die Veränderungen, die wir erleben, werden mit weiterer Erwärmung zunehmen.
  • Viele Veränderungen im Klimasystem werden in unmittelbarem Zusammenhang mit der zunehmenden globalen Erwärmung größer. Dazu gehören die Zunahme der Häufigkeit und Intensität von Hitzeextremen, marinen Hitzewellen und Starkniederschlägen, landwirtschaftlichen und ökologischen Dürren in einigen Regionen, der Anteil heftiger tropischer Wirbelstürme sowie Rückgänge des arktischen Meereises, von Schneebedeckung und Permafrost. Der Klimawandel bedeutet für Deutschland insgesamt mehr Extremwetter, vor allem mehr Hitzewellen. Es wird generell wärmer, trockener und die Brandgefahr steigt. Scheinbar paradox dazu steht, dass auch der Niederschlag steigt, vor allem das Risiko für Starkniederschläge. Eine weitere deutliche Klimafolge ist der Anstieg des Meeresspiegels je nach Szenario bis 2100 von 30 cm – 60 cm oder von 60 cm – 1,00 m an der deutschen Küste. Sollte der instabile antarktische Eisschild schmelzen, könnte der Meeresspiegel bis 1,60 m steigen. Sämtliche Szenarien sehen bis 2050 einen Anstieg von 20 cm – 30 cm.
  • Viele Veränderungen aufgrund vergangener und künftiger Treibhausgasemissionen sind über Jahrhunderte bis Jahrtausende unumkehrbar, insbesondere Veränderungen des Ozeans, von Eisschilden und des globalen Meeresspiegels. Künftige Emissionen verursachen künftig zusätzliche Erwärmung, wobei die Gesamterwärmung von vergangenen & künftigen CO2 Emissionen dominiert wird. Aktivitäten des Menschen beeinflussen alle wichtigen Komponenten des Klimasystems, wobei einige über Jahrzehnte und andere über Jahrhunderte reagieren.

Ohne eine sofortige, rasche und umfassende Reduktion der Treibhausgasemissionen wird eine Begrenzung der Erwärmung auf 1,5°C nicht einzuhalten sein. In allen Szenarien wird die globale Erwärmung in den nächsten 20 Jahren 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 Prozent überschreiten, durchschnittlich passiert das in den frühen 2030ern. Das gilt auch für die niedrigen Emissionsszenarien, bei denen die Erwärmung langfristig auf ungefähr 1,5 Grad Celsius begrenzt wird. Im Vergleich zum 2018 erschienenen IPCC-Sonderbericht über 1,5 Grad Celsius globale Erwärmung, wird diese Überschreitung nun zehn Jahre früher prognostiziert.

Die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre ist bis 2019 bereits auf 410 ppm (parts per million) angestiegen (von 313 ppm zu Beginn der Messungen am Mauna Loa, Hawaii im Jahr 1958) – das ist beispiellos seit mindestens zwei Millionen Jahren. Die globale Oberflächentemperatur hat sich im Zeitraum von 2011 bis 2020 im Mittel um circa 1,09 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Zeiten erwärmt, und jedes der vergangenen vier Jahrzehnte war wiederum wärmer als jedes vorangegangene Jahrzehnt seit 1850

Die MuP Group hilft im Rahmen des „Engineering for a Better Tomorrow“ mit, die Einhaltung der Klimaziele zu erreichen. Durch M&P GO.BLUE.NOW wird gemeinsam mit Kunden und Partnern die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5° verfolgt.

Quellen:

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