Numerische Modellierung von PFA S mit FEFLOW

Durch die Modellierung von im Boden und Grundwasser stattfindenden Prozessen, können die Gegebenheiten in einem Untersuchungsgebiet sowie das Verhalten von Schadstoffen besser nachvollzogen werden. Da im Rahmen der Altlastenbearbeitung für verschiedene Fragestellungen die Nutzung von Strömungs- und Transportmodellen sinnvoll ist, kommt bei Mull und Partner die numerische Modellierung häufig zum Einsatz. Stella Eggelsmann hat in ihrer Masterarbeit das interaktive Modellierungssystem FEFLOW (©DHI) verwendet.

Auf dem modellierten Flughafenstandort sind durch Handhabungsverluste mit fluorhaltigen Schaumlöschmitteln PFA S-Kontaminationen entstanden. Die Schadstoffe sind sowohl in die ungesättigte Bodenzone eingetragen als auch über versickerndes Niederschlagswasser in das Grundwasser transportiert worden. Durch die Mull und Partner Ingenieurgesellschaft mbH wurde eine hydraulische Abschirmung installiert. Diese soll die Ausbreitung von kontaminiertem Grundwasser in angrenzende Aquiferbereiche verhindern.

Die Herausforderungen der Arbeit stellten, neben dem Zusammenspiel von Kontaminationen in den beiden Medien Boden und Grundwasser, die Größe des Modells (3.700 m x 1.250 m x 26 m) sowie die Abbildung eines ungespannten Aquifers dar. Als Ergebnis konnten − unter Berücksichtigung der unterschiedlichen physikochemischen Stoffeigenschaften der verschiedenen PFA S − Prognosen für die Auswirkung von Sanierungsmaßnahmen getroffen werden.

M&P betreut das Projekt auch weiterhin. Die Erkenntnisse der Modellierung helfen beim Verständnis der Schadstoffverlagerung und bei der Beurteilung weiterer Sanierungsuntersuchungen am Standort.

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