PFAS: gekommen, um zu bleiben.

In seinem halbjährlich erscheinenden Magazin „Schwerpunkt“ geht das Umweltbundesamt (UBA) auf aktuelle Themen im Bereich des Umweltschutzes ein.

In der aktuellen Ausgabe 1-2020 werden die Probleme, die sich aus den persistenten per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) ergeben, dargestellt.

Aufgrund ihrer wasser-, schmutz- und fettabweisenden Eigenschaften findet man Vertreter der per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS, auch PFC – per und polyfluorierte Chemikalien) in einer Vielzahl alltäglicher Produkte wie in Outdoorjacken, Teflonpfannen oder Coffee-to-go-Bechern aber auch in Feuerlöschschäumen. Zur Gruppe der PFAS werden mittlerweile mehr als 4.700 verschiedene Stoffe gezählt.

Chemisch betrachtet handelt es sich um organische Verbindungen mit unterschiedlichen Kettenlängen, bei denen die Wasserstoffatome teilweise (polyfluoriert) oder vollständig (perfluoriert) durch Fluoratome ersetzt wurden. Diese Kohlenstoffketten verfügen dabei noch über Säure- oder Alkoholgruppen. Die Verbindung zwischen den Kohlenstoff- und den Fluoratomen lässt sich nur mit hohem Energieaufwand, z. B. in Abfallverbrennungsanlagen wieder zerstören. Ein vollständiger bakteriologischer oder photochemischer Abbau ist nicht möglich.

Da diese Stoffe in der Natur nicht abgebaut werden und somit lange in der Umwelt verbleiben und dabei zusätzlich eine hohe Mobilität aufweisen, stellen sie ein erhebliches Umweltproblem dar. Einige PFAS können sich in Pflanzen, Tieren und im Menschen anreichern und wirken außerdem noch gesundheitsschädigend. PFAS können z. B. aus der Abluft von industriellen Prozessen aber auch aus dem häuslichen Wohnumfeld, z. B. aus Imprägnier-Sprays, über Ausdünstungen aus schmutzabweisend behandelten Textilien oder auch über das Abwasser und resultierende Klärschlämme in die Umwelt eingetragen werden und dadurch in die Nahrungskette gelangen. Problematisch werden PFAS auch dadurch, dass sich einige von ihnen an Proteine im menschlichen Körper binden und teilweise auch in der Schwangerschaft bzw. beim Stillen in erhöhten Konzentrationen an das Kind weitergegeben werden.

Untersuchungen ergaben neben europaweiten, teilweise erhöhten Belastungen des Grundwassers durch PFAS, dass sie grundsätzlich überall im Boden nachweisbar waren. Untersuchungen in der Arktis zeigen, dass PFAS sowohl im Süßwasser als auch in marinen Gewässern, Gletschern, der Luft und im Schnee aber auch in Fischen, Walen, Vögeln bis hin zum Phytoplankton nachweisbar sind.

In Deutschland sind derzeit fünf PFAS-Hotspots bekannt. Derzeit können PFAS-belastete Böden nur durch Hochtemperaturbehandlung saniert werden, bei belastetem Grundwasser ist eine Reinigung mit Aktivkohle grundsätzlich möglich.

Im „Schwerpunkt“ Magazin werden erforderliche Maßnahmen zum Schutz des Menschen und der Umwelt vor PFAS aufgeführt:

Das Umweltbundesamt geht in der aktuellen Ausgabe auf die Probleme, die sich aus den persistenten per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) ergeben, ein.

Aufgrund von wasser-, schmutz- und fettabweisender Eigenschaften findet man Vertreter der PFAS (auch PFC – per und polyfluorierte Chemikalien) in einer Vielzahl alltäglicher Produkte wie in Outdoorjacken, Teflonpfannen oder Coffee-to-go-Bechern aber auch in Feuerlöschschäumen. Zu den PFAS werden mittlerweile mehr als 4.700 verschiedene Stoffe gezählt.

Chemisch betrachtet handelt es sich um organische Kohlenstoffketten mit Säure- oder Alkoholgruppen, bei denen die Wasserstoffatome teilweise oder vollständig durch Fluoratome ersetzt wurden. PFAS lassen sich nur mit hohem Energieaufwand wieder zerstören, ein natürlicher Abbau ist nicht möglich.

Aufgrund ihrer Langlebigkeit und Mobilität stellen sie ein erhebliches Umweltproblem dar.

PFAS können aus industriellen Prozessen oder aus häuslichen Bereichen in die Umwelt und in die Nahrungskette gelangen.

Kostenloser Download des Magazins: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/schwerpunkt-1-2020-pfas-gekommen-um-zu-bleiben