Sanierung „Schneller Graben“ in Hannover

Im Auftrag der Landeshauptstadt Hannover wird seit Dezember 2020 der Schnelle Graben sowie ein Teilgebiet der Leine entschlammt, um wieder ausreichend Retentionsraum für Hochwasserereignisse herzustellen. Zudem soll innerhalb des Schnellen Grabens einer fortschreitenden Verlandung entgegengewirkt werden. Durch die Entschlammung soll der Abflussquerschnitt wieder vergrößert und eine bessere Durchströmung des Schnellen Grabens im Bereich der Wehranlage sichergestellt werden. Die Sanierungsarbeiten werden fachgutachterlich von der M&P Ingenieurgesellschaft mbH begleitet. Zuvor wurden von Juni bis Oktober 2020 die Leistungsphasen 1 bis 7 und eine in situ-Beprobung von uns durchgeführt.

Im Zuge der Entschlammungsarbeiten soll das Sediment bis zu einer Höhe von 49,50 mNN entnommen werden. Dies entspricht Schlammmächtigkeiten zwischen 1,09 m und 2,33 m. Das Sediment aus der Leine und dem Schnellen Graben werden mittels Saugbagger zur BE-Fläche gepumpt und dort entsprechend behandelt. Im Bereich des Schnellen Grabens befindet sich darüber hinaus ein verlandeter Bereich von ca. 540 m², welcher vor der eigentlichen Entschlammung gerodet und von jeglichem Pflanzenmaterial befreit werden muss. Anschließend soll hier der Saugbagger von der Wasserseite aus mit seinem Schneidkopf das Material lösen und ebenfalls zur BE-Fläche befördern.

Aufgrund der insbesondere im Leine-Bereich hohen Sandanteile findet zunächst eine Separation dieser Fraktion statt. Der Sand entwässert rein gravitativ in Containern. Das feinkörnigere Material wird unter Zudosierung eines Flockungsmittels mittels einer Hochleistungszentrifuge entwässert. Das zu entsorgende Material muss nach der Entwässerung einen Trockensubstanzgehalt von mind. 40 % besitzen bzw. stichfest sein, so dass es transport- und annahmefähig ist. Aktuell werden für den Schlamm TS-Gehalte von ca. 50 % und für den Sand TS-Gehalte von ca. 85 % erzielt.

Mitte Januar 2021 wurde bereits der Leine-Bereich fertiggestellt. Bis Ende Februar 2021 soll auch der Schnelle Graben fertiggestellt sein. Insgesamt fallen gemäß in situ-Beprobung ca. 3.850 m³ Sediment an, welcher hauptsächlich als LAGA Z2 (Blei, Zink und Sulfat) zu den entsprechenden Verwertungs- bzw. Entsorgungsanlagen abtransportiert werden kann.

PROJEKTLEITUNG:

Mull und Partner Ingenieurgesellschaft mbH

STANDORT:

Hannover, Deutschland

STAND:

in Bearbeitung

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