WHAT-WE-DO: Am Standort „Inselpark Gronau“, dem ehemaligen Gelände der Weberei und Färberei „M. v. Delden“ bzw. späteren Landesgartenschau-Gelände in Gronau / Losser (NL), wird seit 2003 eine LCKW-Grundwasserverunreinigung durch eine Pump-and-Treat-Maßnahme gesichert und saniert.

Nachdem die Grundwasserförderung in den ersten Jahren 2003 – 2009 zu einem deutlichen Schadstoffrückgang geführt hatte, nehmen die Schadstoffgehalte seitdem über einen längeren Zeitraum nur langsam ab, wie dies typisch für entsprechende hydraulische Sanierungen ist. Verantwortlich hierfür ist u.a. eine LCKW-Quelle im Mergelgestein an der Basis des Porengrundwasserleiters. In den Jahren 2011 bis 2017 erfolgten Voruntersuchungen zur Wahl eines zusätzlichen Sanierungsverfahrens, um den Schadstoffaustrag am Standort effektiver zu gestalten sowie nachhaltig zu minimieren und die hydraulische Sanierung in einem absehbaren Zeitraum zum Abschluss zu bringen. Diese Empfehlungen und innovativen Untersuchungsmaßnahmen wurden vollumfänglich von der Stadt Gronau als Auftraggeber positiv unterstützt und konstruktiv begleitet.

Neben ersten SOD-Tests im Jahr 2012 erfolgte ein Push-Pull-Test in zwei Restbelastungsbereichen im Jahr 2015. Der PP-Test zeigte mobilisierbare Restphasenanteile, anaerobe Grundwasserverhältnisse (Methan, Ethen, Eisen II) und eine hohe Erfolgsaussicht für eine Tensid-gestützte In-situ-chemische Oxidation (ISCO) mittels Hochdruck-Feststoffinjektion.

Unsere Niederlassung in Hagen wurde 2019 mit der Durchführung dieser Leistungen von der Stadt Gronau beauftragt. Die in-situ-chemische Oxidation wurde mittels TSE®-Injektion-Verfahrens im Januar und Februar 2021 gestartet. Die erste halbjährliche Überwachungsphase ist mittlerweile abgeschlossen.

Die Ergebnisse der Grundwasseranalytik in beiden Sanierungsfeldern weisen sieben Monate nach Eingabe von Tensiden und der Permanganat-Oxidationsmittel einen beständigen Abbau der LCKW-Kontamination auf. Im Sanierungsfeld 1 zeigt sich eine Reduzierung des Gesamtgehaltes um mehr als 35 %. Im zweiten Sanierungsfeld werden mit der Reduzierung von 45 % des Gesamtgehaltes sogar noch höhere Abnahmen verzeichnet. Eine Fortsetzung des Abbaus von Schadstoffen bis mindestens zur Erschöpfung des Oxidationsmittels ist auch weiterhin zu erwarten. Insofern zeigen die Überwachungsmessungen bereits einen guten Erfolg der Maßnahmen. Eine weitere Injektionsmaßnahme wird aktuell abgestimmt, um noch eine weitere Reduzierung der Schadstoffe generieren zu können und damit in absehbarer Zeit die hydraulische Sanierungsmaßnahme erfolgreich beenden zu können.

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