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Sechster IPCC-Sachstandsbericht (AR6) Bericht Arbeitsgruppe III (WGIII): Minderung des Klimawandels

Der Weltklimarat (IPCC) hat am 04.04.2022 den dritten Teil seines 6. Sachstandsberichts vorgestellt. Im Fokus des aktuellen Berichts stehen Maßnahmen zur Minderung des Klimawandels. Der IPCC warnt vor einer deutlichen Erderwärmung und fordert sehr viel höhere CO₂-Einsparungen. Spätestens 2025 müssten die Emissionen sinken, damit das 1,5 Grad Ziel überhaupt erreicht werden kann. Aktuell steigen die CO₂ Emissionen kontinuierlich weiter an und die Menschheit ist auf direktem Weg zu einer 3 Grad wärmeren Welt. 🌅 

Der Sechste IPCC-Sachstandsbericht (AR6) mit dem Beitrag der Arbeitsgruppe III zeigt im 3. Teil auf, was die Menschheit tun muss, um die Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Dazu bedarf es einer Vielzahl von Maßnahmen: Ausstieg aus fossilen Energien und massiver Ausbau der erneuerbaren Energien♻️, grünere Städte, Erhalt der Wälder, nachhaltige Landwirtschaft, gesündere Ernährung durch weniger Fleisch, veränderte Mobilität, Aufbau einer Kreislaufwirtschaft, Dekarbonisierung der energieintensiven Industrie, Verbesserung der Energieeffizienz, weitgehende Elektrifizierung weg von Verbrennung fossiler Energieträger, Umstieg auf alternative Brennstoffe wie Wasserstoff, Schaffen von Kohlenstoffsenken durch entsprechende Landnutzung sowie Negative Emissions-Technologies (NETs) um CO₂ aus der Atmosphäre zu holen.🌄

Eine besondere Rolle spielen im vorgestellten Bericht die Städte sowie der Privatsektor als gesellschaftliche Akteure zur Bewältigung der Probleme des Klimawandels. Neu in dem Bericht ist die systematische Verbindung von Klimaschutzmaßnahmen mit Entwicklungsökonomik und -politik. Soziale und politische Governance Themen nehmen in dem Bericht einen wichtigen Stellenwert ein. Weiterhin wird die Rolle von Innovation und Technologietransfer bei der Bekämpfung des Klimawandels betont.

Im Bericht wird die Gerechtigkeitsschieflage zwischen armen und reichen Haushalten dadurch deutlich gemacht, dass 10% der Haushalte mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen für 34-45 % der globalen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich sind, während die ärmsten 50% der Haushalte nur 13- 15 % der Emissionen verursachen.

Ort

CO₂-Emissionen pro Kopf im Jahr 2019

Afrika

1,1 t CO₂

Indien

1,9 t CO₂

Schweden

4,1 t CO₂

EU

6,5 t CO₂

China

7,3 t CO₂

Deutschland

8,5 t CO₂

USA

16,0 t CO₂

Quelle: Our World in Data

Weiterhin wird die Rolle von Innovation und Technologietransfer bei der Bekämpfung des Klimawandels betont. Hierzu gibt es auch gute Nachrichten: Die technologischen Möglichkeiten, die Treibhausgasemissionen zu senken, wachsen. Die Kosten für Schlüsseltechnologien z. B. für die globale Energiewende sinken. So sind von 2010-2019 die Kosten der Solarenergie um 85 %, der Windenergie um 55 % und Lithium-Ionen-Batterien um 85 % gesunken und ihr Einsatz gestiegen.

Im Bericht wird die Lücke von über 80% zwischen den derzeitigen klimabezogenen Finanzströmen und dem weltweiten Bedarf festgestellt. Dafür müssen private, ökologische und nachhaltige Investitionen realisiert werden, um diese Lücke zu schließen. Zusätzlich sind die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen wie eine besser koordinierte und effiziente Politik auf nationaler und internationaler Ebene, Umlenkung der Finanzströme von kohlenstoffintensiven Anlagen zu nachhaltigen und widerstandfähigen Aktivitäten sowie Stärkung der Handlungskompetenzen vor Ort (Städte, Kommunen).

Zum ersten Mal wurde in einem IPCC Bericht über die Strategien zur Änderung des Konsumverhaltens in einem eigenen Kapitel berichtet. Das Potenzial zur Verringerung der Emissionen in den Endverbrauchersektoren beträgt ca. 40 – 70 % im Jahr 2050 gemessen an dem Szenario Business-as-usual. Durch eine pflanzliche Ernährung können die Emissionen um bis zu 50 % gesenkt werden im Vergleich zu der emissionsintensiven westlichen Ernährung.

Zusammenfassend wird durch den IPCC im 6. Sachstandsbericht festgestellt, dass Szenarien, die die Erwärmung auf 1,5 Grad begrenzen, Systemtransformationen in allen Bereichen und allen Ländern beinhalten. Daraus resultieren tiefgreifende Verteilungskonsequenzen, etwa Veränderung im Konsumverhalten oder bei der Beschäftigungs- und Wirtschaftsstruktur. Um einen Konsens für diese Veränderungen zu ermöglichen ist die Gerechtigkeit in den Vordergrund zu stellen und eine breite Beteilung der Betroffenen zu ermöglichen. 

Die MuP Group hilft mit im Rahmen des „Engineering for a Better Tomorrow“, die Einhaltung der Klimaziele zu erreichen. Durch M&P GO.BLUE.NOW wird gemeinsam mit Kunden und Partnern die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5° verfolgt.🏞

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