Spatenstich für Forschungsneubau SCALE –
Interdisziplinäre Spitzenforschung in der Produktionstechnik und im Maschinenbau

Effizientere Fertigungsmethoden für Großbauteile, wie sie in Windkraftanlagen, Flugzeugen und Schiffen zum Einsatz kommen: Mit diesem Thema befassen sich künftig rund 160 Mitarbeiter der Leibniz Universität Hannover (LUH) im neuen Forschungsbau „SCALE – Skalierbare Produktionssysteme der Zukunft“. Mit dem ersten symbolischen Spatenstich ist das Bauvorhaben jetzt auf dem Campus Maschinenbau in Garbsen gestartet.

In dem neuen Gebäude sollen künftig so genannte „skalenunabhängige Produktionstechniken“ erforscht werden. Immer größer werdende Bauelemente erzielen in vielen Industriezweigen – zum Beispiel beim Bau von Windkraftanlagen, Flugzeugen oder Schiffen – enorme Effizienzsteigerungen im Betrieb. Bei so großen Elementen, die zudem sehr individuell sind, stoßen herkömmliche Herstellungs-, Bearbeitungs- und Transportverfahren jedoch an ihre Grenzen. Ziel ist deshalb die Entwicklung mobiler, autonomer Fertigungstechniken und -methoden, die frei im Raum bewegt werden und so Bauteile für verschiedenste Anlagen unabhängig von ihrer Größe bearbeiten können.

Mit dem Bau des über 5000 Quadratmeter großen Gebäudes soll bereits im kommenden Jahr begonnen werden. Die Fertigstellung ist für 2023 geplant.
Auch Universitätspräsident Prof. Dr. Volker Epping freut sich sehr über den Start des Neubauprojektes: „Der Forschungsbau befördert die Spitzenforschung an unserer Universität in beispielhafter Art und Weise. Er ist an der Fakultät für Maschinenbau angesiedelt, aber die Assoziierung der Fakultäten für Bauingenieurwesen und Geodäsie, Wirtschaftswissenschaften und Elektrotechnik und Informatik fördert den interdisziplinären Austausch und schafft hervorragende gesamtuniversitäre Synergien.“

Das neue Forschungsgebäude wird in unmittelbarer Nähe zum Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) der Leibniz Universität entstehen, östlich zwischen PZH und Bremer Straße. Nach der Baustelleneinrichtung ging es im Frühjahr 2020 mit den tatsächlichen Bauarbeiten los (Generalplaner: HENN Architekten Berlin). Mull und Partner Hannover übernimmt dabei das Bodenmanagement.
Der Bau und die Einrichtung der Großgeräte kosten insgesamt etwa 49,6 Millionen Euro, die je zur Hälfte das Land Niedersachsen und der Bund tragen. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2022 geplant.

Mehr dazu im folgenden Link des Portals der Region und der Landeshauptstadt Hannover (19.12.2020): https://www.hannover.de/Service/Presse-Medien/Hannover.de/Aktuelles/Wirtschaft-Wissenschaft-2019/Spatenstich-f%C3%BCr-Forschungsneubau-SCALE