„Sunken Vessels“ – Kampfmittelsuche in der Donau zwischen Serbien und Rumänien

​Zum Ende des zweiten Weltkrieges versuchte sich die deutsche „Schwarzmeerflottille“ mit fast 180 Schiffen die Donau flussaufwärts in Sicherheit zu bringen. Aufgrund von Treibstoffknappheit und vermehrten Angriffen aus der Luft und von Land, wurde entschieden, alle Schiffe zu versenken. Die Schiffswracks befinden sich verteilt auf einer Flusslänge von mehr als 40 km.  

Bei Prahovo im Südosten Serbiens befinden sich 23 Schiffswracks auf einer ca. 4 km² großen Fläche in unmittelbarer Nähe zu einer Staustufe und wichtigen Schleusen im europäischen Binnenschiffsverkehr. Derzeit werden Untersuchungen über den Zustand der Wracks sowie die noch vorhandene Munition im Projektgebiet durchgeführt. Im Anschluss soll die Bergung der Wracks vorbereitet werden, wobei dieses als Pilotprojekt für die Hebung weiterer Schiffe dienen soll.

Die Mull und Partner Ingenieurgesellschaft mbH Hannover ist Teil eines serbisch-deutsch-österreichischen Konsortiums mit den Partnern Millennium Team (Serbien) und IC Consulenten (Österreich), welches die internationale Ausschreibung des Ministry of Construction, Transport and Infrastructure of Serbia gewonnen hat. M&P ist in diesem Team für die Kampfmittelerkundung und die Bewertung verantwortlich.

Ziel des von der European Investment Bank (EIB) geförderten Projektes ist es, die Sicherheit auf europäischen Wasserstraßen zu ermöglichen und damit auch die aktuell erschwerte Schifffahrt in den serbisch-rumänischen Gewässern zu beseitigen. Darüber hinaus ist die Maßnahme als Unterstützung des wirtschaftlichen Fortschritts hinsichtlich des Handels- und Tourismusverkehrs in Serbien gedacht sowie ein großer Beitrag zum Umweltschutz an der Donau.

 „Nebst Straßen-, Bahn- und Flug-Korridoren investieren wir 380 Mio. Euro in den Schiffsverkehr. Das Herausholen der gesenkten deutschen Flotte wird dazu beitragen, dass die Donau alle 365 Tage im Jahr schiffbar sein wird, was für unsere Wirtschaft und eine sichere Schifffahrt von Bedeutung ist“, so Ministerin Mihajlović bei der Vertragsunterzeichnung im September 2020.

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