Verbesserung des ökologischen Zustands der Oker

Zwischen den Ortschaften Vienenburg und Schladen im Landkreis Goslar wurde durch die Deutsche Bahn eine Eisenbahnüberführung (EÜ) über die Oker durch einen Neubau ersetzt.

Die Oker weist nördlich von Vienenburg einen weitgehend naturnahen Charakter auf. Das Fließverhalten und die Struktur des Gewässerbettes sind jedoch durch eine feste Sohlsicherung im Bereich der Eisenbahnüberführung und einen Sohlabsturz rund 70 m unterhalb der Brücke anthropogen verändert.

Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für den Brückenneubau wurde als Kompensationsmaßnahme für den vorgesehenen Eingriff im Untersuchungsgebiet der Rückbau des Wehres unterhalb der EÜ beschlossen. Die Umgestaltung sieht vor, die Sohlsicherung zu entfernen und die vorhandene Staustufe durch eine raue Sohlgleite zu ersetzen, die die Durchwanderbarkeit für Fische und sonstige Kleinstlebewesen sowohl stromauf- wie auch stromabwärts sicherstellt. Durch die Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit soll eine möglichst naturnahe Entwicklung für den Lebensraumtyp erreicht werden.

Die raue Sohlgleite besteht auf einer Länge von 62,4 m aus 13 Steinriegeln mit je zwei Durchlässen. Derzeit sind mehrere Radlader und Bagger im Einsatz, um die schweren Wasserbausteine an die richtigen Orte zu platzieren. Die Oker wird derweil über ein Umflutgerinne geleitet. Anfang nächsten Jahres wird die raue Sohlgleite fertiggestellt und die Oker dann wieder zurückgeleitet.

Die M&P Ingenieurgesellschaft mbH Hannover hat bei diesem Projekt die Umweltverträglichkeitsstudie mit integriertem Landschaftspflegerischem Begleitplan für das Planfeststellungsverfahren des Brückenneubaus sowie die Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung der Sohlgleite übernommen. Während der Umsetzung wird zudem die umweltfachliche und gewässerbauliche Bauüberwachung sowie die abfalltechnische Beweissicherung der Bereitstellungsflächen durchgeführt.

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