Gebäudeschadstoffuntersuchung der Schleuse Pleidelsheim

Das Wasserstraßen-Neubauamt Heidelberg plant die Grundinstandsetzung und Verlängerung der Schleuse Pleidelsheim. Das aus dem Jahr 1955 stammende Bauwerk mit zwei Schleusenkammern liegt im Pleidelsheimer Seitenkanal des Neckars.

Im Rahmen der Baumaßnahmen ist die Verlängerung der linken Schleusenkammer geplant. Dabei sollen der linke Hubturm sowie der Verbindungssteg zurückgebaut und unter anderem die beiden linken Schleusentore entsorgt werden. Außerdem können auch kleinere Umbau- und Sanierungsarbeiten im weiteren Verlauf nicht ausgeschlossen werden.

Um sowohl in Bezug auf den Arbeitsschutz während der Baumaßnahmen als auch bei der anschließenden Entsorgung die Einhaltung aller geltenden Vorschriften gewährleisten zu können, soll eine detaillierte Untersuchung schadstoffverdächtiger Bauteile durchgeführt werden.

Auf Grundlage des Gebäudealters, sowie auf Erfahrungswerten basierenden Kenntnissen, wurde zunächst im Zuge eines Ortstermins die Identifizierung potenziell belasteter Materialien vorgenommen. Dabei wurden hauptsächlich Farbanstriche an Wänden, Fußböden und Metallbauteilen als potenziell mit Asbest, PCB und Schwermetallen belastete Bausubstanzen identifiziert. Vereinzelt tauchen auch möglicherweise asbesthaltige und mit PAK belastete Kleber und Fugenmassen auf.

Im weiteren Verlauf sind die Beprobung sowie die Erstellung eines Schadstoffkatasters geplant, auf dessen Grundlage Empfehlungen für die Bauausführung und Hinweise für die Entsorgung gegeben werden sollen.

Eine besondere Herausforderung bildet dabei die Beprobung der Schleusentore, da sich diese, mit Ausnahme eines derzeit zur Reparatur ausgebauten Tores, in Nutzung befinden.

Hierfür werden spezielle arbeitsschutztechnische Vorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen getroffen.