Orientierende Untersuchung von Kontaminationsverdachtsflächen (KVF) mit PFC-Verdacht auf einer Bundeswehr-Liegenschaft

Die Niederlassung Osnabrück der Mull und Partner Ingenieurgesellschaft mbH wurde mit der Untersuchung eines ehemaligen Stützpunktes für fliegende Verbände der Bundeswehr beauftragt.

Seit Anfang der 1990er Jahre wird eine systematische Erfassung von Altlasten auf Liegenschaften der Bundeswehr durchgeführt. Diese Kontaminationsbearbeitung im Rahmen des Altlastenprogramms der Bundeswehr umfasst die Bearbeitung von Altlasten, schädlichen Bodenveränderungen und hierdurch verursachten Gewässerverunreinigungen.

Auf vielen Bundesliegenschaften, einschließlich der von der Bundeswehr genutzten, ist die Gruppe der per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) in den Fokus gerückt.

Durch frühere und damals rechtmäßige Verwendungen von PFC-haltigen Feuerlöschschäumen durch zivile und militärische Feuerwehren, können insbesondere auf militärisch genutzten bzw. vorgenutzten Liegenschaften mit eigenen Feuerwehren (z.B. Flugplätze und Übungsplätze) entsprechende Kontaminationen des Untergrunds nicht ausgeschlossen werden. Ein Verdacht auf eine Kontamination besteht bereits, wenn durch die Nutzung der Liegenschaft ein Hinweis vorliegt, dass PFC-haltige Substanzen gelagert oder verwendet wurden. Das bedeutet nicht, dass für jede Verdachtsfläche ein Hinweis auf eine direkte Verunreinigung von Boden oder Grundwasser vorliegt.

Unter der Leitung unseres Kollegen Patrick Lüke wurde innerhalb von zwei Wochen eine umfangreiche Untersuchung einer Liegenschaft und der verschiedenen KVF durchgeführt. Der Untersuchungsumfang betrug rund 90 Kleinrammbohrungen (ca. 360 Bohrmeter), den Ausbau der Bohrlöcher zu temporären Bodenluftmessstellen sowie die Erstellung und Beprobung von Grundwassermessstellen.