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Sieht harmlos aus, hat es aber in sich

In Pirmasens wurde im Auftrag des Grundstückseigentümers auf dem Werksgelände einer Baustofffirma der Abbruch eines ehemaligen Wohnhauses geplant. Bei den abfalltechnischen Vorerkundungen erwies sich der optisch unauffällige Putz auf dem EPS-Wärmeschutzverbundsystem als asbesthaltig. Auch die Klebebatzen der EPSW-Platten wurden als mit Asbestfasern belastet identifiziert. Derartige Befunde werden in letzter Zeit häufiger festgestellt.

Im Rahmen der Ausschreibung wurden die besonderen Arbeitsschutz- und Emissionsschutzmaßnahmen in Abstimmung mit der zuständigen Behörde bei der SGD Süd (Struktur und Genehmigungsdirektion Süd) festgelegt und die Eignung der potenziellen Bieter überprüft.

Zur Entfernung der Außenhülle wurde das Gebäude mit einem abgeplanten Gerüst versehen, der Zugang in den Arbeitsbereich erfolgte durch eine Schleuse, in der die Schutzkleidung an- und abgelegt wurde. Ein an den Innenraum der Abplanung angeschlossenes Unterdruckhaltegeräts (UHG) erfasste die beim Putzausbau freiwerdenden Asbestfasern und führte sie einer Filteranlage zu. Nach Abschluss der Arbeiten wurde der gesamte Arbeitsbereich mit Spezialstaubsaugern gereinigt und mit Faserbindemittel ausgesprüht. Anschließend bestätigten Raumluftuntersuchungen auf Asbestfasern den Erfolg der Reinigungsmaßnahmen.

Nach der Demontage des Gerüstes erfolgte der maschinelle Abbruch des Gebäudes mit der Entsorgung der Abbruchabfälle, sodass das Baufeld für den nachfolgenden Bau einer Lagerfläche vorbereitet werden konnte.

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