Ein Bundesbürger verbraucht im Durchschnitt etwa 120 Liter Trinkwasser pro Tag. Aber auch die Produktion von Lebensmitteln und Konsumgütern verbraucht Wasser. Rechnet man dieses Wasser unserem Verbrauch hinzu, dann verbraucht ein Bundesbürger täglich etwa 5.300 Liter virtuelles Wasser plus 120 Liter Trinkwasser.

Wussten Sie, dass der Genuss einer Tasse Kaffee nur möglich ist, weil für den Anbau der Kaffeebohnen für diese eine Tasse etwa 140 Liter Wasser aufgewendet wurden?

Ähnliche Beispiele lassen sich endlos fortführen. So wurde z. B. für das T-Shirt, dass Sie tragen, etwa 2.000 Liter Wasser für den Anbau der Baumwolle und die anschließende Verarbeitung verbraucht.

Diese Werte beschreiben die Wassermenge, die für die Produktion verbraucht wurde und die wir konsumieren, ohne uns eigentlich des Konsums bewusst zu sein.

Dieses Bewusstsein gilt es zu steigern, z. B. durch die Ermittlung des persönlichen Wasser-Fußabdrucks: Der Wasser-Fußabdruck (Water-Footprint) eines Menschen oder auch einer Nation ist definiert als die gesamte Menge Süßwasser, die gebraucht wird, um die konsumierte Nahrung, die Waren und die Dienstleitungen zu produzieren.

Zahlenbeispiele
Wasserverbrauch für die Produktion von:
1 DIN-A4-Blatt (80g/m²) 10 Liter
1 Tomate 13 Liter
1 Mikrochip 32 Liter
1 Tasse Tee (250 ml) 35 Liter
1/4 l Bier 75 Liter
1 Tasse Kaffee (125 ml) 140 Liter
1 Hühnerei (60 g) 200 Liter
1 kg Weizen 1.100 Liter bis 1.350 Liter
1 T-Shirt (Baumwolle) 2.000 Liter
1 kg Reis 3.000 Liter bis 5.000 Liter
1 kg Hühnerfleisch 3.900 Liter
1 kg Käse 5.000 Liter
1 kg Rindfleisch 14.000 Liter bis 16.000 Liter
1 durchschn. PKW 20.000 Liter bis 300.000 Liter

 

Wasserexport und Wasserimport

Die globale Menge an virtuellen Wasser-Strömen liegt bei 2.320 Mrd. m³ pro Jahr, dies sind entsprechend 2.320.000.000.000.000 Liter. Virtuelles Wasser beschreibt die Menge Wasser, die zur Erzeugung eines Produktes genutzt wird. Der Begriff „Virtuelles Wasser“ wurde 1994 von J. A. Allan, Wasserexperte am Institut für Orientalische und Afrikanische Studien der Universität London, definiert.

Den größten Anteil am Wasserverbrauch hat die Landwirtschaft. In Europa werden durch die Landwirtschaft etwa 64% des Wassers verbraucht, weltweit sind es rund 70 bis 80 %. In Schleswig-Holstein liegt der Wasserverbrauch der Landwirtschaft weit unter dem Durchschnitt.

Der Einsatz von Wasser zur Produktion in regenreichen Gebieten ist anders zu bewerten als in trockenen Gebieten. Werden wasserintensive Produkte in trockenen Gebieten produziert, kommt es hier zu Wasserstress.

Deutschland, als vergleichsweise regenreiches Gebiet, gehört zu den 10 größten Importeuren von virtuellem Wasser. D.h. neben unseren schon reichen Wasservorkommen führen wir in Form von Waren und Produkten eine ganz erhebliche Menge verstecktes, virtuelles Wasser ein und dies oftmals aus Regionen, die nicht so reich mit Wasser gesegnet sind wie wir.

Dies liegt insbesondere an der Einfuhr von wasserintensiv produzierten Agrarprodukten, wie z.B. Tee, Kaffee und Kakao.

Das Wissen um den virtuellen Wasserverbrauch bietet dem Verbraucher die Chance, beim Einkaufen zu berücksichtigen, wie viel kostbares Wasser für die Produktion der Waren verbraucht wird, die man in den Einkaufswagen legt.

Die Wasservorräte sind endlich. Insofern ist es eine besondere Aufgabe eines Jeden, schonend mit unseren Ressourcen umzugehen. Dies gilt natürlich nicht nur für den täglichen Konsum, sondern auch zum Beispiel für Baumaßnahmen. Daher ist es für die Mull & Partner-Gruppe eine Selbstverständlichkeit, Maßnahmen mit möglichst ressourcenschonenden Verfahren umzusetzen.

Links zu Quellen: 

https://viwa.geographie-muenchen.de/de/details/die-projektlogik-von-viwa/

https://www.planet-wissen.de/natur/umwelt/wasserversorgung_in_deutschland/pwiedasvirtuellewasseroderversteckteswasser100.html

https://www.smarticular.net/virtuelles-wasser-wasserfussabdruck-wasserverbrauch-sparen/

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